Erfahrung schon seit 1987
Für
Mitglieder
gesetzlicher Krankenkassen
bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V
Rehabilitationsbehandlungen
an und für
Patienten mit privater
Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt.
Die Klinik ist auch beihilfefähig.
TINNITUS AURIUM
Was liegt bei dieser Erkrankung vor ?
Unter Tinnitus aurium, auch als Oh rensa usen oder Ohrge räusche bezeichnet, versteht man eine störende, ton- oder geräuschartige endogene (= nicht von außen kommende) Schallempfindung, entweder als Wahrnehmung ohrnaher Mus kel- und Gelenkgeräusche, von Sekretknistern, Vibrationen usw. oder aber im eigentlichen Sinne als rein subjektive Empfindung (Brummen, Rauschen, Klingen, Pfeifen) infolge inadäquater (= unangemessener, nicht passender) Reizung des Rezeptors (= die für spezifische Reize empfindliche und entsprechend ihrer Funktion und Lokalisation einen besonderen Aufbau besitzende Empfangseinrichtung eines Organs).
Wie häufig tritt diese Erkrankung auf?
In Deutschland leiden etwa acht Prozent aller Erwachsenen darunter. Leider führt die zunehmende Lärmbelastung (z.B. in Diskotheken) dazu, daß zunehmend Jugendliche über Tinnitus klagen. Schätzungen zufolge sind bereits über fünf Prozent junger Menschen bis zum 28. Lebensjahr von diesem Leiden betroffen.
Patienten mit Tinnitus aurium kommen
erst dann (wenn überhaupt) zum Schmerztherapeuten wenn sich die Beschwerden als
therapieresistent (= nichts hilft)
erweisen und sich zwischenzeitlich ein erheblicher Leidensdruck eingestellt hat,
vergleichbar mit dem eines chronischen Schmerzpatienten.
Dabei ist eine spezielle schmerztherapeutische Methode auch bei Tinnitus aurium
sehr
hilfreich (siehe unten).
Zu einem Tinnitus aurium kann es bei Erkrankungen von Innenohr, Hörnerv oder -zentren kommen.
Ein Tinnitus aurium kann durch eine
gestörte Schalleitung verursacht werden, z.B. bei Zerumen (=
Ohrenschmalz), Otit is (= En tzündung des Ohres oder eines seiner Teile)
oder Otosklerose (= eine verkalkende
Erkrankung des Innenohres).
Eine häufige
(sehr wahrscheinlich die häufigste) Ursache des Tinn itus
aurium sind Durchblutungsstörungen des Innenohres, evtl. auch im Rahmen
eines zu niedrigen oder auch zu hohen Blutdrucks.
Erkrankungen des Hörnervs oder des
Hörzentrums im Gehirn führen meist zu hochfrequenten Oh rgeräusche n.
Therapie
Zur Behandlung eines Tinnitus aurium sind engmaschig wiederholte Blockaden (Betäubungen) des (gleichseitigen) Ganglion stellatum mit lang wirkenden Lokalanästhetika (= örtliche Betäubungsmittel) sehr hilfreich. Das Ganglion stellatum ist eine vegetative Schaltstelle im seitlichen Halsbereich. Wird diese betäubt, bzw. blockiert, so resultiert daraus in der gleichseitigen Kopfhälfte eine enorme Durchblutungssteigerung, wie sie mit keinem sonstigen Medikament erzielt werden kann. Es reicht aber nicht aus, diese Blockade ab und zu durchzuführen, sondern es ist eine gehäufte Abfolge erforderlich, so z. B. ein bis zwei mal täglich über 10 Tage, was allerdings einen stationären Aufenthalt voraussetzt. Unter einer guten Durchblutung klingen übrigens auch Entzündungen sicher ab. Aus Sicherheitsgründen kann die Blockade aber jeweils nur einseitig durchgeführt werden. Liegt der Tinnitus beidseitig vor, so erfolgt die Behandlung z.B. zunächst nur links und anschließend rechts.
Es macht wenig Sinn, die Stellatumblockade als GLOA (= Blockade mit einem Opium-ähnlichen Wirkstoff) durchzuführen, denn die sympathikolytische (= gefäßerweiternde) Komponente ist bei dieser Blockadeform nur gering ausgeprägt, so daß sich auch bei wiederholter Anwendung kaum ein anhaltender Effekt einstellt.
Laut der
Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit haben
alle
Versicherte
(also auch ältere
Patienten)
einer gesetzlichen Krankenkasse
einen Rechtsanspruch auf eine
Rehabilitation und
können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Das Bundesgesundheitsministerium schrieb dazu auch
einen
Brief an die Aufsichtsbehörden. Dieses
Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten
bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05)
und Hessen ((Az.: L 1 KR
2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen
Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet,
die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu
berücksichtigen (eine
Revision gegen diese Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst
zu)).
Der
Kläger hatte die Kur noch während des laufenden Prozesses in der von ihm
bevorzugten Einrichtung auf eigene Kosten angetreten. Seine Krankenkasse
wurde dazu verurteilt, ihm die Kosten für die Kur zu erstatten.
Ein Recht, die Reha-Klinik selbst auszuwählen
(gilt auch für Anschlußheilbehandlungen), haben nach §9 Sozialgesetzbuch
IX nicht nur Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen, sondern
Versicherte aller gesetzlichen Rehabilitationsträger, also auch
Rentenversicherungen oder Unfallversicherungen. Die deutsche
Gesellschaft für medizinische Rehabilitation hat dazu eine informative
Broschüre herausgegeben:
http://www.degemed.de/pdf/Klinik_nach_Wunsch.pdf.
Sie wollen mit einem erfahrenen Schmerzarzt sprechen? Kein Problem, einfach jeweils an einem Mittwoch zwischen 13.00 und 14 Uhr oder Donnerstag zwischen 13.00 und 15.00 Uhr die Tel.-Nr. 07931-5450 anwählen (keine extra Gebühren).
Haftungshinweis:
Für die gemachten Angaben wird keine Gewähr übernommen; im Einzelfall ist immer
ein Arzt zu konsultieren! Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen
wir auch keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der
verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.
Eine Auswahl weiterer
Schmerzthemen
Zu allen Schmerzthemen (734)
gelangen Sie hier:
www.schmerz.com/schmerzthemen
(einfach nur anklicken)
Aktualisiert:>22.12.2008</> kusb&
S
Sudecksche
Dystrophie,
Sudecksche Erkrankung (www.sudecksche-erkrankung.de),
Sudecksche Knochenatrophie,
Sulcus-ulnaris-Syndrom,
Sudeck-Erkrankung (www.sudeck-erkrankung.de),
Subacromialsyndrom,
SUNCT-Syndrom (www.sunct-syndrom.de),
Supinatorlogen-Syndrom,
Supinatortunnelsyndrom,
Supraorbitalneuralgie,
sympathische
Reflexdystrophie,
Symphysitis,
Symphysensyndrom,
Syndrom des
Scalenus, Synovitis,
Syndrom des
Karpaltunnels,
Syndrom des
Carpaltunnel, Syringomyelie
(www.syringomyelie.com)
T
Tarsaltunnelsyndrom (www.tarsaltunnelsyndrom.de),
Temporomandibuläre
Dysfunktion,
Tendinitis (www.tendinitis.de),
Tendomyose,
Tendosynovitis,
Tennisarm,
Tennisellenbogen
(www.tennis-ellenbogen.de),
Tenosynovialitis,
Thalamusschmerz
(www.thalamusschmerz.de),
Thoracic-outlet-Syndrom (www.thoracic-outlet-syndrom.de),
thorakaler Bandscheibenvorfall,
Thorakalgie,
Thrombangitis (www.thrombangitis.de),
Tibialis anterior-Syndrom
(www.tibialis-anterior-syndrom.de),
Tinnitus (www.tin-nitus.de),
Tolosa-Hunt-Syndrom,
Tortikollis (www.tortikollis.de),
toxische
Polyneuropathie,
Trigeminoautonome
Kopfschmerzen (http://www.trigeminoautonome-kopfschmerzen.de),
Trigeminusneuralgie (www.trigeminusneuralgie.net),
Trigeminusneuropathie,
Tumorschmerz (www.tumorschmerz.com)U
Ulcera cruris (www.ulcera-cruris.de),
Ulcus cruris
(1),
Ulcus cruris (www.ulcus-cruris.org)
(2),
Ulkus cruris (www.ulcus-cruris.com),
Ulnartunnel-Syndrom,
unruhige Beine (www.beine-unruhige.de),
Unkovertebralarthrose (www.unkovertebralarthrose.de),
Unterleibschmerz,
Unterschenkelgeschwür (www.unterschenkelgeschwuer.de),
Urämische Polyneuropathie,
Ulzera cruris,
V
Vaskulärer Kopfschmerz,
Vasomotorischer Kopfschmerz,
Vasospastisches Syndrom,
Venöse Durchblutungsstörung,
Verbiegung der Wirbelsäule /
Verkrümmung der Wirbelsäule, Vulvodynie
(www.vulvodynie.de),
Verschlußkrankheit-arterielle,
vestibuläre Migräne,
Vulvodynia (www.genitalschmerz.de/vulvodynia),
viscerale Schmerzsyndrome
W
Wadenkrampf (www.wadenkrampf.org),
Wadenkrämpfe (www.wadenkraempfe.com),
Wartenberg-Syndrom,
Weichteilrheuma
(www.weichteilrheuma.com),
Weißfingerkrankheit,
Wirbelsäulenverbiegung,
Wirbelsäulenverkrümmung
(www.wirbelsaeulenverkruemmung.de)
Schmerzklinik (1), Schmerzklinik (2) Schmerzklinik (3)